Wissenschaftlich validierte Konzepte zur Stärkung der mentalen Fitness
Das Beste aus diversen Disziplinen!
In der Mental Fitness Academy arbeiten wir interdisziplinär und kombinieren das Beste bewährter Konzepte aus Psychologie, Soziologie, den Sozial- und Kommunikationswissenschaften sowie dem systemischen Coaching. Eine Übersicht und jeweilige Kurzbeschreibung über die von uns verwendeten Methoden findet sich etwas weiter unten auf dieser Seite.
Wir möchten hier noch mal ganz deutlich machen, dass wir keine Therapeutinnen sind und im klassischen Sinne auch nicht therapeutisch arbeiten. Da wir aber die wirkungsvollsten Techniken und Tools der in unseren Augen besten Therapiekonzepte nicht nur in unseren Coachings nutzen, sondern auch zu eigenen Trainings kombiniert haben, ergeben sich aus der Arbeit mit uns in der Regel gravierende Veränderungen hin zu mehr Selbstbestimmung, Selbstwert und Selbstwirksamkeit.
Das sagt die Forschung
Eines der wichtigsten Forschungsergebnisse der letzten Jahre lautet: Erkenntnis ist wichtig, aber ohne nachhaltigen Transfer in den Alltag gelingt keine dauerhafte Veränderung!
Unsere Coachings und Trainings leisten beides:
sie sorgen für den nötigen Erkenntnis-Gewinn und ermöglichen dessen nachhaltige Integration in den Alltag.
Zudem fokussieren wir uns in der Mental Fitness Academy im Gegensatz zu vielen anderen nicht auf die Symptom-Behandlung, sondern setzen direkt an den Ursachen an - ohne dass die Vergangenheit analysiert werden muss. Wir müssen nur wissen WIE wir jetzt sind, nicht WARUM wir so sind, um eine ganz grundsätzliche und dauerhafte Veränderung hin zu mehr Lebensqualität zu erreichen!
Hier ist eine Übersicht über die wichtigsten Grundlagen unserer Arbeit
Wenn du mehr zu den genannten Methoden und Konzepten wissen möchtest, sprich uns gerne an.
Positive Psychologie
Die Positive Psychologie ist ein wissenschaftlicher Ansatz der Psychologie, der untersucht, was Menschen stärkt und innerlich wachsen lässt – nicht nur, was sie krank macht. Sie ergänzt die klassische Psychologie, indem sie den Fokus auf Ressourcen, Wohlbefinden und Sinn legt, statt sich ausschließlich auf Defizite und Störungen zu konzentrieren.
Zentral ist die Annahme, dass psychische Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Leid. Entscheidend sind positive Emotionen, tragfähige Beziehungen, persönliche Stärken, Sinnhaftigkeit und das Erleben von Wirksamkeit.
Diese fünf Bereiche werden häufig im PERMA-Modell zusammengefasst:
- Positive Emotionen
- Engagement
- Relationships (Beziehungen)
- Meaning (Sinn)
- Accomplishment ("Selbstwirksamkeit")
Die Positive Psychologie arbeitet evidenzbasiert und nutzt gezielte Interventionen – etwa Stärkenarbeit, Dankbarkeit, Achtsamkeit oder Sinnorientierung –, um Wohlbefinden nachhaltig zu fördern. Ziel ist nicht dauerhaftes Glück, sondern psychische Widerstandskraft, Selbstwirksamkeit und ein erfülltes Leben trotz Herausforderungen.
Positive Psychologie fragt nicht nur „Was stimmt nicht mit uns?“, sondern vor allem „Was trägt und stärkt uns?“ – und wie können wir diese Erkenntnisse im Alltag konkret nutzen.
ACT - Acceptance and commitment therapy
Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) wurde in den 1980er-Jahren von dem amerikanischen Psychologen Steven C. Hayes entwickelt. Sie geht davon aus, dass Leid nicht verschwindet, wenn wir es verdrängen, sondern wenn wir lernen, es anzunehmen. Zentral ist die Haltung, schwierige Gedanken und Gefühle nicht zu bekämpfen, sondern ihnen Raum zu geben, ohne sich von ihnen beherrschen zu lassen. Gleichzeitig richtet ACT den Blick auf die eigenen Werte: Was ist mir im Leben wirklich wichtig? Durch bewusstes Handeln in Richtung dieser Werte entsteht ein Gefühl von Sinn, selbst wenn Belastungen bleiben. So geht es bei ACT weniger um Symptomfreiheit, sondern um ein erfülltes, werteorientiertes Leben
Die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ist eine Form der Verhaltenstherapie, die sich auf die psychologische Flexibilität konzentriert. Sie kombiniert Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit achtsamkeitsbasierten Techniken.
Ihre Ziele sind:
- Förderung der psychologischen Flexibilität
- Akzeptanz von Gedanken und Gefühlen, anstatt sie zu vermeiden
- Engagement für persönliche Werte und Ziele
Wesentliche Bestandteile:
- Akzeptanz: Die Bereitschaft, unangenehme Gedanken und Gefühle zuzulassen.
- Achtsamkeit: Bewusstes Erleben des gegenwärtigen Moments.
- Kognitive Defusion: Techniken zur Distanzierung von belastenden Gedanken.
- Selbst-als-Kontext: Entwicklung eines flexiblen Selbstbildes.
- Werte: Identifikation und Verfolgung persönlicher Werte.
- Engagement: Aktives Handeln in Übereinstimmung mit den eigenen Werten.
Die Wirksamkeit von ACT wurde in zahlreichen Studien untersucht, die positive Ergebnisse in Bezug auf die Verbesserung der mentalen Gesundheit zeigen.
Bitte beachten: Unsere Arbeit fußt u. a. auf wesentlichen Gedanken von ACT, aber wir arbeiten ausdrücklich nicht therapeutisch.
Schematherapie
Grundlage der Schematherapie ist die Annahme, dass wir alle in unserer Kindheit und Jugend bestimmte „Lebensmuster“ entwickeln. Diese Muster nennt man Schemata. Sie entstehen aus wiederholten Erfahrungen – zum Beispiel, wenn wichtige Bedürfnisse nach Sicherheit, Nähe, Anerkennung oder Autonomie nicht ausreichend erfüllt wurden.
Ein Schema ist demnach keine einzelne Erinnerung, sondern ein tief verankertes Grundgefühl oder eine innere Überzeugung wie etwa:
• „Ich bin nicht liebenswert.“
• „Ich werde am Ende immer verlassen.“
• „Ich muss perfekt sein, sonst werde ich abgelehnt.“
• „Meine Bedürfnisse sind nicht wichtig.“
Diese Schemata (auch bekannt als Glaubenssätze) laufen meist unbewusst ab, beeinflussen aber stark, wie wir fühlen, denken, Beziehungen gestalten und mit Stress umgehen.
Entstanden sind die Schemata in der Kindheit. Sie haben uns damals geholfen, uns anzupassen oder zu schützen, besonders dann, wenn die Lebensumstände uns (real oder gefühlt) Gefahr signalisiert haben. Heute sind die Lebensumstände anders, aber das alte „innere Programm“ läuft oft weiter – selbst dann, wenn wir rational wissen, dass es uns nicht guttut.
In der Schematherapie geht es darum, diese Muster zu identifizieren, das Bedürfnis dahinter zu erkennen und alternative, hilfreiche Denk- und Handlungsweisen zu etablieren. Neben der kognitiven werden auch bewusst die körperliche und emotionale Ebene mit einbezogen.
Positive Intelligence
Das Konzept Positive Intelligence® basiert auf den aktuellen Erkenntnissen der Forschung in den Bereichen positive Psychologie, Neurowissenschaften, Kognitionspsychologie und Verhaltensforschung.
Der Grundgedanke lautet: Wir alle tragen qua Geburt wertvolle Stärken in uns, die im Laufe unseres Aufwachsens von verschiedensten Einflüssen und Umständen "überlagert" wurden. Bei dem einen mehr, bei der anderen weniger. Aber wir alle können durch das PQ-Training von Positive Intelligence® wieder einen besseren und dauerhaften Zugriff auf unsere individuellen Stärken gewinnen - wodurch sich unsere Lebensqualität spürbar steigert.
Die zugehörige Trainingsmethode nennt sich PQ-Training, PQ steht dabei für Positive Quotient (analog zum IQ). Je höher der persönliche PQ, desto mental fitter (ergo gelassener, belastbarer, souveräner, zufriedener) sind wir. Der PQ lässt sich (im Gegensatz zum IQ) durch gezieltes Training nachweislich steigern.
Positive Intelligence® kommt aus dem englischsprachigen Raum. Entwickelt wurde es maßgeblich von dem Neurologen und Psychologen Shirzad Chamine. Das PQ-Training ist weltweit etabliert und hat bereits Millionen von Menschen geholfen, ihr Leben nachhaltig zu verändern.
In Deutschland ist diese Trainingsmethode noch relativ unbekannt. Wir hatten das große Vergnügen, direkt von Shirzad Chamine ausgebildet zu werden, und sind lizenziert, das wissenschaftlich validierte Training anzubieten (Teile des Programms sind bisher nur auf Englisch verfügbar, solides Schulenglisch ist ausreichend zum Verständnis).
Wenn du noch mehr über die wissenschaftlichen Grundlagen von PQ erfahren möchtest, klicke einfach HIER.
Wenn du Interesse hast, am Original-Training von Positive Intelligence teilzunehmen, melde dich bei uns!
Embodiment – Körper und Geist als Einheit
Das Konzept des Embodiment wurde in den 1990er-Jahren insbesondere durch die Forschungen von George Lakoff und Mark Johnson bekannt, die den Einfluss körperlicher Erfahrungen auf Denken und Fühlen beschrieben. Es fußt auf der Erkenntnis, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind. Gefühle zeigen sich nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper – und umgekehrt beeinflusst die Körperhaltung unsere Emotionen. Ein aufrechter Gang, ein tiefer Atemzug oder eine bewusste Geste können das Erleben verändern. Embodiment wird in vielen Bereichen genutzt, etwa in Psychotherapie, Stressbewältigung oder Coaching, um über körperliche Zugänge neue psychische Perspektiven zu eröffnen. Damit rückt der Körper als Ressource in den Mittelpunkt, nicht nur als „Träger“ des Geistes.
Embodiment bezeichnet also die Verknüpfung zwischen dem Körper und mentalen Prozessen. Es bezieht sich auf die Idee, dass körperliche Erfahrungen und Interaktionen mit der Umwelt eine zentrale Rolle in der Wahrnehmung, dem Denken und dem Handeln spielen.
Philosophische Grundlagen:
- Embodiment wird oft in der Philosophie des Geistes diskutiert, insbesondere in Bezug auf den Dualismus von Körper und Geist.
- Vertreter wie Maurice Merleau-Ponty betonen die Rolle des Körpers in der Wahrnehmung und im Bewusstsein.
Kognitive Wissenschaften:
- In der Kognitionswissenschaft wird Embodiment als Ansatz betrachtet, der die enge Verbindung zwischen körperlichen Zuständen und kognitiven Prozessen untersucht.
- Eine Grundannahme des Embodiment besagt, dass kognitive Prozesse nicht nur im Gehirn stattfinden, sondern auch durch den Körper und die Umwelt beeinflusst werden.
IFS – Internal Family Systems
Das Modell der Internal Family Systems (IFS) wurde in den 1980er-Jahren von dem amerikanischen Familientherapeuten Richard C. Schwartz entwickelt.
Das IFS ist ein psychotherapeutisches Konzept, das davon ausgeht, dass die menschliche Psyche aus verschiedenen "Teilen" oder Sub-Persönlichkeiten besteht, die jeweils eigene Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen haben.
Kernkonzept:
- Teile: Jeder Mensch hat eine Vielzahl von inneren Teilen, die unterschiedliche Rollen und Funktionen übernehmen. Diese Teile können als verletzliche Kinder, schützende Eltern oder kritische Stimmen auftreten.
- Selbst: Das Selbst wird als die zentrale, gesunde und authentische Identität betrachtet, die in der Lage ist, die Teile zu leiten und zu integrieren.
Funktionen der Teile:
- Teile können positive Funktionen haben, wie Schutz und Unterstützung, aber auch negative Auswirkungen, wenn sie übermäßig aktiv sind oder in Konflikt miteinander stehen.
- Ziel der Therapie ist es, ein Gleichgewicht zwischen den Teilen herzustellen und das Selbst zu stärken.
Therapeutischer Prozess:
- In der IFS-Therapie lernen Klienten, ihre inneren Teile zu identifizieren, zu verstehen und mit ihnen zu kommunizieren.
- Der Therapeut hilft dabei, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Klienten ihre inneren Konflikte erkunden können.
Das Modell der inneren Familiensysteme bietet einen integrativen Ansatz zur psychologischen Heilung, indem es die Vielfalt der inneren Erfahrungen anerkennt und das Selbst als zentrale Instanz zur Harmonisierung dieser Teile betrachtet.
Bitte beachten: Unsere Arbeit fußt u. a. auf wesentlichen Gedanken des IFS, aber wir arbeiten ausdrücklich nicht therapeutisch.
Salutogenese - Gesundheit als Prozess
Die Salutogenese, entwickelt vom Medizinsoziologen Aaron Antonovsky, beschreibt Gesundheit nicht als festen Zustand, sondern als dynamischen Prozess. Jeder Mensch bewegt sich ständig auf einer Skala zwischen Gesundheit und Krankheit. Entscheidend ist dabei nicht allein, welche Belastungen wir erleben, sondern wie wir mit ihnen umgehen können.
Zentraler Schlüssel ist das Kohärenzgefühl (Sense of Coherence). Es bestimmt, ob wir Stress und Krisen als überwältigende Bedrohung oder als handhabbare Herausforderung erleben. Das Kohärenzgefühl setzt sich aus drei Dimensionen zusammen:
Verstehbarkeit: Ereignisse erscheinen mir nachvollziehbar und nicht völlig zufällig oder chaotisch.
Handhabbarkeit: Ich habe Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten und in verfügbare Ressourcen, um schwierige Situationen zu bewältigen.
Sinnhaftigkeit: Mein Leben und meine Aufgaben haben für mich Bedeutung – auch Herausforderungen erscheinen wertvoll und lohnend.
Ein starkes Kohärenzgefühl sorgt dafür, dass Belastungen nicht automatisch krank machen. Stattdessen stärkt es unsere Fähigkeit, aus Ressourcen – wie Wissen, soziale Unterstützung oder persönliche Kompetenzen – zu schöpfen. Menschen mit hohem Kohärenzgefühl bleiben daher eher gesund, selbst wenn sie vielen Stressoren ausgesetzt sind.
Die Salutogenese verschiebt damit den Fokus: Nicht die Abwesenheit von Krankheit ist das Ziel, sondern die aktive Förderung von Gesundheit. Sie inspiriert moderne Ansätze in Prävention, Gesundheitsförderung und Resilienztraining.
Systemisches Coaching
Das systemische Coaching bezieht die Wechselwirkungen zwischen Individuen und ihren sozialen Systemen mit ein.
Grundprinzipien:
- Systemisches Denken: Menschen werden als Teil von sozialen Systemen (Familien, Gruppen, etc.) betrachtet, deren Dynamiken das Verhalten und die Emotionen beeinflussen.
- Interaktion: Der Fokus liegt auf den Beziehungen und Interaktionen innerhalb dieser Systeme, nicht nur auf dem Individuum.
Zielsetzung:
- Veränderung von dysfunktionalen Interaktionen und Mustern innerhalb des Systems.
- Förderung von Lösungen und Ressourcen, um Probleme zu bewältigen.
Methoden:
- Gesprächsführung: Offene, respektvolle Kommunikation zur Exploration von Sichtweisen und Erfahrungen.
- Zirkuläres Fragen: Technik, um verschiedene Perspektiven zu beleuchten und neue Einsichten zu gewinnen.
- Genogramme: Visuelle Darstellungen von Familien- und Beziehungsgeschichten zur Analyse von Mustern.
Das systemische Coaching fördert ein ganzheitliches Verständnis von Problemen und unterstützt Klienten dabei, neue Lösungsansätze zu entwickeln, indem sie die Dynamik ihrer sozialen Systeme betrachten.
